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Ausschlüsse für Windows-Scans

Wenn Sie globale Scan-Ausschlüsse einrichten, schließen wir diese Anwendungen und Ordner vom Scannen für alle Ihre Benutzer und deren Geräte aus.

Mit einer Endpoint Threat Protection-Richtlinie können Sie Dateien oder Ordner für bestimmte Benutzer oder Geräte ausschließen. Siehe Threat Protection-Richtlinie.

Mit einer Server Threat Protection-Richtlinie können Sie Dateien für bestimmte Server von Scans ausschließen. Siehe Threat Protection-Richtlinie für Server.

Da das Hinzufügen von Ausschlüssen Ihren Schutz verringert, empfehlen wir, Richtlinien für Benutzer und Geräte zu verwenden, bei denen der Ausschluss erforderlich ist, anstatt die globale Option zu verwenden.

Sichere Verwendung von Scan-Ausschlüssen

Wenn Sie Ausschlüsse hinzufügen oder Warnungen zu Ausschlüssen bei der Kontosicherheitsprüfung angezeigt werden, siehe Sichere Verwendung von Ausschlüssen.

Warnung

Durch Scan-Ausschlüsse kann Ihr Schutz erheblich beeinträchtigt werden. Sie sollten diese Option nur nutzen, wenn Sie sich der Risiken bewusst sind.

Machen Sie Ihre Ausschlüsse so spezifisch wie möglich. Es ist riskant, den Ausschluss zu verallgemeinern, um mehr Dateien und Ordner abzudecken, als Sie benötigen.

Wenn Sie einen Scan-Ausschluss für C: einrichten, wird das gesamte C:-Laufwerk ausgeschlossen. Es wird empfohlen, keinen Ausschluss für ein gesamtes Laufwerk einzurichten. Schließen Sie stattdessen bestimmte Dateien oder Ordner aus.

Angenommen, Sie müssen C:\Program Files\Software\app.exe ausschließen. Der Ausschluss *.exe schließt Ihre Anwendung, aber auch alle anderen .exe-Dateien aus. Jetzt wird Malware mit einer .exe-Erweiterung nicht blockiert. Verwenden Sie stattdessen den vollständigen Dateipfad.

Schließen Sie nicht Ordner aus, in denen sich Malware am häufigsten befindet. Zu diesen Ordnern gehören:

  • C:\Windows\
  • C:\ProgramData\
  • C:\Users\<Username>\
  • C:\ProgramData\Microsoft\Windows\Start Menu\Programs\StartUp\

Wir empfehlen, diese Ordner nicht vom Scannen auszuschließen, da dies den Schutz erheblich verringert.

Wildcards

Zur Einrichtung von Scan-Ausschlüssen können Sie Wildcards verwenden. Machen Sie Ihre Wildcards so spezifisch wie möglich. Es ist riskant, den Ausschluss zu verallgemeinern, um mehr Dateien und Ordner abzudecken, als Sie benötigen.

Sie können die in dieser Tabelle aufgeführten Platzhalter verwenden.

Token Treffer
* (Sternchen) Null oder mehr Zeichen mit Ausnahme von \ oder /
** (Sternchen Sternchen) Null oder mehr Zeichen einschließlich \ und /, wenn umschlossen von \ oder / oder am Anfang oder Ende eines Ausschlusses verwendet.

Jede andere Verwendung von ** wird wie ein einzelnes * behandelt und entspricht null oder mehr Zeichen mit Ausnahme von \ oder /.

Beispiel:

  • c:\foo\**\bar ersetzt: c:\foo\bar, c:\foo\more\bar, c:\foo\even\more\bar
  • **\bar entsprechen c:\foo\bar
  • c:\foo\** entspricht c:\foo\more\bar
\ (Backslash) Entweder \ oder /

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diesen Platzhalter zum Einrichten von Ausschlüssen verwenden, da dies Ihren Schutz verringert.

Wenn Sie beispielsweise einen Ausschluss mit nur diesem Platzhalter einrichten, werden alle Ordner aus dem Stammverzeichnis des Laufwerks ausgeschlossen.

Wir empfehlen, diesen Platzhalter nicht allein zu verwenden.

/ (Schrägstrich) Entweder / oder \

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diesen Platzhalter zum Einrichten von Ausschlüssen verwenden, da dies Ihren Schutz verringert.

Wenn Sie beispielsweise einen Ausschluss mit nur diesem Platzhalter einrichten, werden alle Ordner aus dem Stammverzeichnis des Laufwerks ausgeschlossen.

Wir empfehlen, diesen Platzhalter nicht allein zu verwenden.

? (Fragezeichen) Ein Einzelzeichen. Wenn es sich am Ende eines Strings befindet, kann es null Zeichen entsprechen.
. (Punkt) Ein Punkt ODER ein leerer String am Ende eines Dateinamens, wenn das Muster mit einem Punkt endet und der Dateiname keine Erweiterung hat.

Beachten Sie, dass *. allen Dateien ohne Erweiterung entspricht.

Zum Beispiel: "foo." meint "foo" und "foo".

Beispiel Wildcards

Hier finden Sie einige Beispiele zur Anwendung von Wildcards.

Ausdruck Wird interpretiert als
foo **\foo

Schließt alle Dateien mit dem Namen foo aus (an jedem Speicherort).

foo\bar **\foo\bar

Schließt alle Dateien mit dem Namen bar in einem Ordner namens foo aus (an jedem Speicherort).

*.txt **\*.txt

Schließt alle Dateien mit dem Namen *.txt aus (an jedem Speicherort).

C:\foo\ C:\foo\

Alle Dateien und Ordner unterhalb von C:\foo, das Verzeichnis C:\foo mit eingeschlossen.

C:\foo\*.txt C:\foo\*.txt

Alle Dateien oder Ordner mit dem Namen *.txt, die im Verzeichnis C:\foo enthalten sind.

Variablen für Ausschlüsse

Zur Einrichtung von Scan-Ausschlüssen können Sie Variablen verwenden. Machen Sie Ihre Variablen so spezifisch wie möglich. Es ist riskant, den Ausschluss zu verallgemeinern, um mehr Dateien und Ordner abzudecken, als Sie benötigen.

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie die folgenden Variablen verwenden, um Ausschlüsse einzurichten, da sie Ihren Schutz verringern.

  • %programdata%: Dies schließt C:\ProgramData\ vom Scannen aus.
  • %USERPROFILE%: Dies schließt C:\Users\**\ vom Scannen aus.
  • %temp%: Dies schließt C:\Users\**\AppData\Local\Temp\ vom Scannen aus.
  • %appdata%: Dies schließt C:\Users\**\AppData\Roaming\ vom Scannen aus.
  • %WINDIR%: Dies schließt C:\Windows\ vom Scannen aus.
  • %WINDIR%\\System32\\: Dies schließt C:\Windows\System32\ vom Scannen aus.
  • %WINDIR%\\Syswow64\\: Dies schließt C:\Windows\Syswow64\ vom Scannen aus.
  • %windir%\\Temp\\%: Dies schließt C:\Windows\Temp\ vom Scannen aus.

Die untere Tabelle zeigt Variablen und Beispiele von Speicherorten, mit denen sie auf dem jeweiligen Betriebssystem übereinstimmen.

Variable Windows 7 oder neuer

Windows Server 2008 oder neuer

%allusersprofile% C:\ProgramData
%appdata% C:\Users\*\AppData\Roaming

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diese Variable zum Einrichten von Ausschlüssen verwenden, da dies Ihren Schutz verringert.

%commonprogramfiles% C:\Program Files\Common Files
%commonprogramfiles(x86)% C:\Program Files (x86)\Common Files
%localappdata% C:\Users\*\AppData\Local
%programdata% C:\ProgramData

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diese Variable zum Einrichten von Ausschlüssen verwenden, da dies Ihren Schutz verringert.

%programfiles% C:\Program Files

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diese Variable zum Einrichten von Ausschlüssen verwenden, da dies Ihren Schutz verringert.

%programfiles(x86)% C:\Program Files (x86)

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diese Variable zum Einrichten von Ausschlüssen verwenden, da dies Ihren Schutz verringert.

%temp% oder %tmp% C:\Users\*\AppData\Local\Temp

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diese Variable zum Einrichten von Ausschlüssen verwenden, da dies Ihren Schutz verringert.

%userprofile% C:\Users\*
%windir% C:\Windows

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie diese Variable zum Einrichten von Ausschlüssen verwenden, da dies Ihren Schutz verringert.

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